Morgens in Trastevere...

Regelmäßig spaziere ich am Morgen durch einen Stadtteil Roms, der in der internationalen Reiseliteratur gerne als das ! Ausgehviertel der Ewigen Stadt gepriesen wird. Kein Wunder also, dass sich spätestens ab Donnerstag-Abend Touristen aus aller Welt und junge Römer durch Trastevere drängeln und zwischen Piazza Trilussa und Piazza di Santa Maria in Trastevere die Lokale aus allen Nähten platzen. Mir persönlich ist der Massenauftrieb einfach zu viel und zu hektisch. Abgesehen davon präsentiert sich - zumindest meiner Meinung nach - das altehrwürdige Viertel morgens von seiner allerschönsten und vor allem wunderbar ruhigen Seite. Wie auf den heute geschossenen Beweisfotos zu sehen ist! Was man nach einem Spaziergang über das holprige Kopfsteinpflaster noch alles in Trastevere am Vormittag entdecken kann, das gibt es hier zu lesen. 

Das Caffè Settimiano, Via di Porta Settimiana 1, bietet pittoreske Außenplätze und tolle Cornetti (Hörnchen, die mit Crema-Füllung sind besonders gut!!). Schon Alec Baldwin hat sich hier für den Woody-Allen-Streifen " To Rome with Love" mit Blick auf die Porta Settimiana niedergelassen. 

 

Die Villa Farnesina, Via della Lungara 20, öffnet von 9 bis 14 Uhr (Mo-Sa) ihre prächtigen Pforten und entführt ihre Besucher in die Zeit der Renaissance. Absolutes und märchenhaftes Highlight sind die Fresken von Raffael ( Loggia der Galatea 1511/12 und Loggia von Amor & Psyche 1518). 

 

Sehenswert sind auch immer die wechselnden Ausstellungen im Museo di Roma in Trastevere, Piazza Sant´Egidio 1 b. Bis Mitte Juni sind noch die eindrucksvollen Fotografien der Amerikanerin Vivian Maier zu sehen. 

 

Neben der wunderschönen Basilika Santa Maria in Trastevere mit ihren absolut sehenswerten Apsis-Mosaiken gibt es einige kleine und interessante Gotteshäuser zu entdecken. So wie zum Beispiel die Kirche San Francesco a Ripa, Piazza di San Francesco d`Assisi 88In einer der linken Seitenkapellen ist die Skulptur "Verzückung der Seligen Ludovica Albertoni" aus den Händen des römischen Barock-Superstars Gianlorenzo Bernini zu bewundern. Dem Künstler wurden bei der Gestaltung des Gesichtsausdrucks der Seligen Ludovica eindeutig zweideutige Gedankengänge unterstellt.  Aber schauen Sie selbst!

 

In der Bäckerei Biscottificio Innocenti, Via della Luce 21, umweht das typisch römische Backwerk noch den originalen Hauch der 1950er Jahre. Ideal, um sich mit süßer Wegzehrung auszustatten. 

 

Wer auf hochwertige und individuelle Handarbeit steht, sollte bei Studio Forme, Via di Santa Cecilia 15, vorbeischauen. Die Glas- und Keramikarbeiten aus der eigenen Manufaktur sind römische Erinnerungsstücke der ganz besonderen Art.