Spazierfahrt nach Coppedè

Wenn die geschundenen Füsse ein wenig Pause brauchen oder das Wetter nicht mitspielt, bietet sich eine Spazierfahrt ins Viertel Coppodè an.

Gino Coppedè heißt der kreative Geist, der hinter dem märchenhaften Wohnkomplex rund um die Piazza Mincio steckt. Den Stil der Palazzi und Villen bezeichne ich als architektonischer Laie mit den Worten: bizzarr, üppig, detailverliebt und äußerst sehenswert. Bei anderen, die mehr Ahnung haben, als ich, heisst das: Liberty, der italienische Jugenstil. Von Coppedè auf die Spitze getrieben mit, in Kombination mit Rokkoko-Elementen, so dass am Ende sein ganz eigener Stil dabei heraus kam: der Coppedè-Stil.Das Wohnviertel entstand Anfang des 20. Jahrhunderts und erstreckt sich nur über einige Straßenzüge.

Die Häuser tragen Namen wie "Feenvilla" oder "Spinnenpalast". Beide finden Sie direkt an der Piazza Mincio, auf der ein "Froschbrunnen" sprudelt. Wenn ich gemütlich in die Phantasiewelt des Herrn Coppedè fahren möchte, steige ich an der Piazza di Risorgimento in die Tram 19 Richtung Gerani ein. Über den Tiber ruckelt man vorbei an der Villa Giulia, die das Museo Nazionale Etrusco beherbergt. Vorbei an der Villa Borghese und dem Bioparco nähert man sich der Viale Liegi. Wenn man an der Fermata "Buenos Aires" aussteigt, gilt es nur noch die Viale Liegi zu überqueren und in die Via Tanaro zu gehen.Jetzt nur noch geradeaus und Sie stehen vor dem Froschbrunnen an der Piazza Mincio.