Rom quillt nur so über vor Bars und Cafés, in denen man mit allen Sinnen in die römische Kaffee-Kultur eintauchen kann. Manch einer dieser Orte ist so sehenswert, kurios oder skurril, dass Espresso, Cappuccino & Co. zu einer koffeinhaltigen Nebensächlichkeit geraten. Hier nun meine persönliche Rangliste der 5 schönsten Cafés in Rom : 

 

5. Café Canova Tadolini 

Irgendetwas zwischen herrlichem Kitsch und großer Kunst - so lässt sich das ungewöhnliche Ambiente des Café in der Nähe der Spanischen Treppe wohl am besten beschreiben. In dem ehemaligen Ateliers der Bildhauer  Canova und Tadolini wird eine Tasse Cappuccino zwischen all den Skulpturen der beiden Künstler zum einem echten kulturellen Erlebnis.  Via del Babuino 150 A-B 

 

4. Antico Caffè Grecco

Wer hat sich nicht alles in diesem prunkvollen Räumen auf der Via Condotti dem Koffeingenuss hingegeben: Johann Wolfgang von Goethe, Casanova oder Lord Byron. Heute sind es eher Touristen denn Poeten, Dichter und Denker, die das Café besuchen. Dennoch lohnt sich ein Abstecher. Die verschiedenen Salons stecken vor Kunst und Geschichte. Wer dort allerdings Platz nimmt bezahlt die Aussicht auf Gemälde und Skulpturen. Am Tresen im Stehen genossen wird der Cappuccino ein etwas kostengünstigeres Vergnügen. Via Condotti 86

3. Gatsby Cafè

Im November 2016 ist das Gatsby Cafè in die drei Etagen eines historischen Hutladens eingezogen und hat bei den Umbauarbeiten sowohl den 60er Jahre Charme als auch einige Hüte behalten. Während sich im Erdgeschoss die klassische Kaffee-Bar befindet, gibt es im zweiten Stock eine gläserne Küche, in die man wunderbare Einblicke gewinnt, während man auf den Stühlen rund um den Nierentischen Platz genommen hat. Der Cappuccino ist ebenso lecker wie die Cornetti (Frühstückshörnchen), die - wenn man Glück hat - noch warm aus dem Ofen kommen. Ein Besuch des Gatsby lohnt sich auch für einen kleinen Aperitivo am frühen Abend und auch, um sich einfach mal in dieser Gegend umzuschauen. Die einst prächtigen Kolonnaden rund um die Piazza Vittorio strahlen zwar nicht mehr in ihrem alten Glanz, versprühen aber einen gewissen urbanen Schmuddel-Charme, dem sich zumindest römische Hipster immer weniger entziehen können. Piazza Vittorio Emanuele 106

2. Terrazza Caffarelli

Die Kapitolinischen Museen sind ein echtes Must-See auf einem Rom-Trip. Immerhin sprechen wir hier von einem der ältesten Museen der Welt, das bereits 1471 entstanden ist. Neben all der Kunst, die in zwei - durch einen unterirdischen Gang miteinander verbundendenen - Gebäuden, zu bewundern ist, haben die Kapitolinischen Museen noch ein weiteres Highlight zu bieten. Ein Café (welches auch durch einen Seiteneingang an der Piazzale Caffarelli zu betreten ist und nicht nur durch das Museum!) mit Terrasse, von der aus man einen herrlichen Ausblick auf Rom hat. Die Plastikstühle im Außenbereich mögen nicht bequem und der Cappuccino nicht der beste der Stadt sein, aber bei stahlblauem römischen Himmel ist der Blick über die römischen Dächer schlicht und ergreifend unvergesslich.  Piazzale Caffarelli 4 

1. Colbert

Die schneeweiße Villa Medici thront würdevoll auf dem Pincio Hügel über der römischen Altstadt und beherbergt die französische Akademie. Neuerdings gibt es jedoch in einem der prunkvollen Säle einen neuen Mieter. Das Colbert. Ein wunderbares Bistro-Café mit allem was das Herz des optisch anspruchsvollen Rombesuchers wünscht. Designer-Möbel, nett angerichtete Kuchen, eine leichte Lunch-Karte, eine Gartenterrasse und ein atemberaubender Ausblick auf Rom! Am Eingang der Villa Medici erfolgt eine Sicherheitskontrolle von der man sich nicht abschrecken lassen sollte! Dafür liegt einem nur 5 Minuten später die Ewige Stadt zu Füßen!!! Viale della Trinità dei Monti 1