5 gute Gründe für einen Kurztrip nach Rom im Januar

Frühling und Herbst - das sind die beliebtesten Jahreszeiten für einen Rom-Besuch. Dass jedoch auch so einiges für einen spontanen Trip in die Ewige Stadt im Januar spricht, das gibt es hier zu entdecken. 

1. Super-Saldi

Vom 5. Januar bis Mitte Februar läuft der Winterschlussverkauf in Rom. Label-Fetischisten kommen rund um die Spanische Treppe auf ihre günstigeren Kosten.  Fashionista auf der Suche nach einem individuellen IT-Piece werden ihren Geldbeutel in den Gassen und Boutiquen des Viertels Monti schonen. Wer noch hippes und bequemes Schuhwerk für den Rom-Trip über holpriges Kopfsteinpflaster braucht, dem lege ich einen Besuch vom Holypopstore ans Herzen. Der coole Sneaker-Laden liegt in der Nähe der Piazza del Popolo. 

2. Warme Museen

Mal ganz ehrlich - wer hat schon bei einem römischen Kurztrip große Lust bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad stundenlang durch einige der äußerst sehenswerten Museen zu streifen. Bei Temperaturen um 6 Grad und steifer eisiger Prise hingegen kann man sich dem Kulturangebot konzentriert widmen! Ohne Sorge zu haben, draußen etwas zu verpassen! Ausstellungen und Museen, die ich im Januar empfehlen würde? Ein Dauerbrenner ist natürlich das wunderbare GNAM, die National-Galerie für moderne Kunst, direkt an der Villa Borghese gelegen. Bis 19. Februar läuft noch die Ausstellung LOVE im romantischen Chiostro di Bramante. Die modernen Kunstwerke beschäftigen sich alle - oh Wunder - mit dem Thema Liebe. Wer Multimedia mag kommt zur Zeit im Museum Ara Pacis auf seine optischen Kosten. Hier erstrahlt der Friedensaltar des Kaisers Augustus dank moderner Technik in seiner einstigen vollen Farbenpracht. 

3. Klare Sicht

Ja, zugegeben: Zur Zeit ist es bitterkalt in der Ewigen Stadt und windig. Der Wind jedoch hat auch etwas Gutes. Er hat die Smog-Glocke über Rom einfach hinweggeweht und es besteht klare Sicht auf den knallblauen Himmel. Da lohnt es sich auch auf einen der römischen Hügel zu kraxeln. Auch wenn er nicht zu den offiziellen und berühmten 7 gehört. So wie der Gianicolo, von dem man einen atemberaubenden Blick auf Rom und die schneebedeckten Bergspitzen im Hintergrund hat. 

4. Deftiges Essen

Also römische Küche ist nichts für Kalorienbewusste. Was hier traditionell auf den Tisch kommt ist deftig und reichhaltig. Bei den momentanen Temperaturen schmeckt die Pasta Cacio e Pepe mit reichlich Pecorino und Pfeffer und die anschließenden Polpette di Bolitto (frittierte Fleischklopse) auch viel besser als bei 35 Grad im Schatten. Und wer friert soll ja wohl auch einen erhöhten Kalorienbedarf haben. Meine Empfehlung lautet, einen Tisch bei Flavio al Velavevodetto zu reservieren und in Testaccio in uriger Weinkelleratmopshäre direkt am berühmten Scherbenhügel es sich kulinarisch und ohne Reue gut gehen zu lassen. ACHTUNG: Die Portionen sind riesig. Auf Nachfrage kann man sich die Gänge auch teilen! 

5. Kein Gedrängel

Roms Straßen und Gassen sind nie wirklich leer. Egal zu welcher Jahreszeit. Wobei sich das Touristen-Aufkommen im Vergleich zum Frühjahr und Herbst  momentan auf einem angenehmen Pegel befindet. Zur Zeit sind es eher Individualreisende aus Italien, die in Rom unterwegs sind. Die unendlich vielen, alles verstopfenden und Hektik verbreitenden Busgruppen bleiben der Ewigen Stadt noch fern. Wer also in relativer Ruhe auf den Touristenpfaden wandeln möchte und nicht ewig Schlange vor dem Kolosseum stehen will, sollte jetzt noch schnell einen Flug buchen.