Das zauberhafte Eulenhäuschen

Bei dem momentan wechselhaften Wetter in Rom bietet sich eine Fahrt mit der Tramlinie 19 an. Sie startet an der Piazza Risorgimento in der Nähe des Petersdoms. Idealerweise ruckelt man gerade in einer Regenphase über den Tiber vorbei an der Villa Giulia, die das Museo Nazionale Etrusco beherbergt. Vorbei an der Villa Borghese und dem Bioparco nähert man sich der Viale Liegi. Sollte sich wie heute alle halbe Stunde die Sonne zeigen, empfehle ich einen Ausstieg  an der Fermata "Buenos Aires". Denn jetzt gilt es nur noch die Viale Liegi zu überqueren, in die Via Tanaro zu gehen und schon steht man in der zauberhaften Welt des Herrn Coppedè, am Froschbrunnen, umgeben vom Spinnen- und Feenhaus. 

Wenn das Wetter sich hält geht es danach zu Fuss weiter über die Viale Regina Margherita bis zur Via Nomentana,auf die man links abbiegt. Nach nur kurzer Zeit sind rechts schon die Mauern der Villa Torlonia, wo das Eulenhäuschen steht, zu sehen. Ein Eingang findet sich z.B. in der Via Spallanzani. Das Gelände befand sich in den noblen Händen der Familien Pamphilj und Colonna, die es als eine Art Landgut hielten.  Bis der Park im Auftrag der neuen Besitzer, der Familie Torlonia 1806 in seine heutige Form umgebaut wurde. Ein romantischer grüner Ort mit Theater, Skulpturen, Sphinxe, Teiche und dem weissen Casino Nobile (von 1925 bis 1943 Residenz Mussolinis). Bei schönerem beständigem Wetter als heute laden die Wiesen zum Sonnenbaden ein. Mit etwas Glück, Sonne und einer dickeren Jacke lässt es sich aber auch draußen im Cafè der Villa aushalten.