Da saugen die beiden noch einträchtig an ihrer tierischen Ziehmutter: Romulus und Remus. Bald war dann Schluss mit Freundschaft unter den Brüdern. Wie die ganze Geschichte ausging wissen wir ja: Romulus bringt Remus um und gründet Rom auf den sagenhaften 7 Hügeln. Die berühmte Gründungslegende ist allgegenwärtig in der Stadt und auf den 7 erhabene Zeitzeugen finden sich diverse Zeugnisse einer langen Geschichte. Was liegt da näher als ein Spaziergang durch die Epochen Roms über den Quirinal, Viminal, Esquilin, Celio, Aventin, Palatin und Kapitol.  Der Spaziergang ist eine Rundreise und kann an jedem beliebigen Punkt begonnen werden. Ein paar subjektive Impressionen habe ich in einem kleinen Diavortrag festgehalten. Natürlich gibt es auf und zwischen den 7 Hügeln noch einiges mehr zu entdecken. Auf dieser Tour werden Sie jedoch ausreichend Facetten Roms kennenlernen. Viel Spaß dabei!

 

Quirinal

Zur Zeiten der alten Römer lebte hier die High-Society. In luftiger Höhe über dem Fußvolk, dass sich dort unten in sumpfigen Gefilden ruhig alleine mit der Malaria und der schlechten Luft herumschlagen sollte. Heute residiert im ehemaligen Papstpalast, dem Palazzo del Quirinale der italienische Staatspräsident. 

Tourenpunkte auf dem Quirinal:

Piazza del Quirinale mit dem Dioskurenbrunnen und dem Quirinalspalast

nach links in die Via del Quirinale 

Kirche S. Andrea al Quirinale von Bernini

Kirche S. Carlino delle Quattro Fontane von Borromini

Piazza delle Quattro Fontane

nach rechts in die Via delle Quattro Fontane bis zur

Via Nazionale

nach links abbiegen in Richtung

Piazza della Repubblica mit der Fontana delle Naiadi  

VimiNal

Einst war der Viminal ein Ort der antiken Wellness. In den Diokletian Thermen fanden mehr als 3000 römische Badegäste Platz und Entspannung. Michelangelo plante dann Mitte des 16. Jhd. eine Kirche in dem mittlerweile verfallenen Komplex. Ein ungewöhnlicher sacraler Bau, dem man unbedingt einen Besuch abstatten sollte:

Kirche Santa Maria degli Angeli e Martiri

Heute befindet sich in den Diokletian Thermen auch einer der insgesamt vier Sitze des

Römischen Nationalmuseums.

Hier sind nicht nur die Ausstellungsstücke sehenswert, sondern auch die Location selbst. 

über Via Nazionale nach links in die Via Agostino Depretis vorbei am

Viminale - Innenmisterium

Im Hintergrund sieht man schon Santa Maria Maggiore

 

 

Esquilin

In der römischen Antike besaß der Esquilin nicht den besten Ruf.

Hier befand sich der "Friedhof" für Sklaven und zum Todeverurteilte. Im Mittelalter erkoren dann Hexen und Magier die Gegend zu ihrem nächtlichen Treffpunkt. Etwas weniger düster ging es zu Zeiten des Gaius Maecenas, Vertrauter des Kaiser Augustus, zu. Von ihm stammt der Begriff "Mäzen". Großzügig war nicht nur sein Anwesen auf dem Esquilin, sondern auch seine Unterstützung der Kunst. Heute ist der Esquilin ein Multikulti-Viertel mit einigen Sehenswürdigkeiten:

Kirche Santa Maria Maggiore

über die Via Santa Prassede, Blick nach rechts sonst läuft man an der unauffälligen Eingangstür vorbei

Kirche Santa Prassede

über Via Merulana nach links in die Via dello Statuto auf die

Piazza Vittorio Emmanuelle II

im Park in der Mitte des Platzes

Nymphäum

Porta Magica 

Für den kleinen Hunger zwischendurch empfehle ich das wunderbare Gatsby Café im 60er Jahre-Stil, Piazza Vittorio Emanuele 106

Gestärkt geht es weiter über die Via Napoleone III zu

Nuovo Mercato Esquilino in der Via Principe Amedeo 

über die Via Merulana zu

S. Giovanni in Laterano inkl. Baptisterium und Kreuzgang

Celio

In alten Zeiten diente der Celio als Wohngebiet. In den etwas tiefer gelegenen Gefilden standen die Häuser der Normalsterblichen,  weiter oben wurden die Wohnstätten etwas luxuriöser. Wie in ganz Rom ging es im Mittelalter für den Celio bergab. Die Menschen zogen weg, es blieben die Klöster und Kirchen. Vermutlich stammt der überraschend ländliche Charme dieser Gegend noch aus dieser Zeit. 

Über die Via di S. Stefano Rotondo geht es vorbei an diversen Krankenhäusern zur

Kirche S. Stefano in Rotondo

dann auf der Via della Navicella nach links zur

Kirche S. Maria in Domnica

direkt daneben befindet sich der Eingang zur 

Villa Celimontana

nach einem Spaziergang durch den kleinen Park nach links verlassen zum

Arco di Dolabella 

und dort in die S.P.Della Croce einbiegen bis zur

Kirche SS. Giovanni e Paolo

Clivio di Scauro

Case Romane

bis 

Kirche S. Gregorio Magno

von hier aus geht es weiter

in Richtung Circus Maximus vorbei am 

Palatin

der insgesamt in meiner Tour etwas zu kurz kommt. Aber während dem einem der beeindruckende Blick vom Circus Maximus auf die Überreste der Kaiserpaläste reicht, möchte der andere durch die Ruinen spazieren. Der Eintritt kostet 12 EUR. Das Ticket gilt für 2 Tage und beinhaltet den Besuch des Forum Romanum/Palatin und des Kolosseums.

Jetzt geht es aber ersteinmal vorbei am Circus Maximus über die Via dei Cerchi nach links zum Clivo dei Publicii hoch zum

Aventin

Während bei den Römern der Aventin dem plebs, dem einfachen Volke, vorbehalten war, ist es heute eine teure und sehr ruhige Wohngegend.

Es geht vorbei am

Rosengarten 

zum

Parco Savello (Orangengarten) mit zauberhaftem Blick auf  Rom

entlang der Via S. Sabina zur

Kirche Santa Sabina

Kirche S. Alessio

zur

Piazza dei Cavalieri di Malta

wo sich das berühmte

Buco di Roma 

befindet. Das Schlüsselloch, durch das man die Kuppel des Petersdoms sehen kann.

Von hier aus geht es bergab bis zur Via Mamorata.

Mit dem Bus geht es von hier aus weiter bis zur Piazza Venezia

vorbei an 

Bocca della verità

S. Maria in Cosmedin

Forum Boarium

Teatro di Marcello

Von der Piazza Venezia aus geht es die Treppen hoch zum

Campidoglio.

 

Kapitol

Die Triumphzüge der Römer endeten traditionell hier oben. Dem religiösen und politischen Zentrums des alten Roms. Wenn man nun die Freitreppe zur Piazza del Campidoglio hinaufsteigt, erwartet einen Marc Aurel hoch zu Ross. Auf einem Platz im Rennaissancestil. Entworfen von Michelangelo.

Piazza del Campidoglio mit den

Kapitolischen Museen rechts und links und am Kopf der Senatorenpalast,

in dem sich das römische Rathaus befindet. 

Weiter links über den Platz gelangt man zu einer kleinen Terasse mit Blick auf

Via Fori Imperiali

Trajansforen

Foro Romanum

Über die Treppe links geht es weiter auf die Aussichtsplattform

des schneeweißen Vittoriano an der Piazza Venezia. 

Von hier oben hat man zum Abschluss einen wunderbaren Rundumblick auf Rom.