· 

9 Erlebnisse für einen schönen Tag in Koblenz

Meine Heimatstadt Koblenz ist eine Reise wert. Egal ob ihr einen Tagesausflug plant oder ein Wochenende an Rhein und Mosel verbringen möchtet, langweilig wird es euch hier nicht - auch wenn ihr keine Rheinromantiker oder Moselweintrinker seid. Meiner Meinung nach ist Koblenz völlig unterschätzt. Wie spannend ein Aufenthalt bei uns sein kann, davon möchte ich euch hier eine erste Idee vermitteln.

1. In einer Gondel über den Rhein Schweben

Mit durchschnittlich 16 km/h die Stunde fliegen die Panorama-Gondeln der Seilbahn Koblenz über den Rhein und überwinden dabei 112 Höhenmeter. Wenn ihr den besonderen Höhenkick sucht, steigt in die Gondel mit der Nr. 17. Sie verfügt über einen Glasboden in der Mitte. Aus allen Gondeln habt ihr einen sensationellen Blick auf Koblenz, das Deutsche Eck und das Obere Mittelrheintal.  Die Talstation der Seilbahn befindet sich am Konrad-Adenauer-Ufer in der Nähe des Deutschen Ecks. Die Fahrt bringt euch hoch zur Festung Ehrenbreitstein, von der ich euch weiter unten berichten werde. Im Sommer finden dort zahlreiche Events statt. Spektakulär ist dann eine nächtliche Fahrt mit der Seilbahn zurück ans Koblenzer Ufer. Bis zum 29.Februar 2024 ist die Seilbahn in Winterpause. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise findet ihr auf der Homepage www.seilbahn-koblenz.de

Eine nächtliche Fahrt mit der Koblenzer Seilbahn solltet ihr euch nicht entgehen lassen.
Eine nächtliche Fahrt mit der Koblenzer Seilbahn solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

2. Rhein und Mosel beim Zusammenfließen beobachten

Als die alten Römer eine Siedlung zwischen Rhenus und Mosella erbauten, gaben sie ihr den naheliegenden Namen Castellum apud Confluentes, das Kastell bei den Zusammenfließenden. Während sich Confluentes mit der Zeit sprachlich in Koblenz verwandelte, hat sich an der Tatsache, dass Rhein und Mosel hier zusammentreffen, nichts geändert. Ein besonders guter Ort, um die beiden Flüsse bei ihrer Vereinigung zu beobachten, befindet sich am Deutschen Eck, genauer gesagt im Sockel des Reiterstandbildes von Kaiser Wilhelm I. Ihr müsst nur die Treppen erklimmen. Den Eingang zum Sockel findet ihr auf der  Rückseite des Sockels. 1897 wurde das Denkmal übrigens zum ersten Mal errichtet. 1945 wurden Pferd und Reiter dann von einer amerikanischen Granate vom Sockel befördert.  Was ihr heute seht, ist eine Rekonstruktion des Reiterstandbildes. Erst seit 1993 blickt der Kaiser wieder auf Rhein und Mosel.

 

Das eigentliche  Deutsche Eck befindet sich übrigens im Rücken des Kaiserdenkmals. Die Mauer, die ihr dort seht, umschließt den Blumenhof und das Deutschherrenhaus, in dem sich heute das Ludwig Museum befindet. Früher flossen Rhein und Mosel am Deutschherrenhaus zusammen. Für die Erweiterung eines Hafens und um einen passenden Bauplatz für das Kaiserdenkmal zu schaffen, wurde die Landzunge einfach nach vorne erweitert.

Einen kurzen Abstecher in den Blumenhof kann ich euch übrigens nur empfehlen.

3. Eine Festung Erobern

Hoch  über dem Treffpunkt von Rhein und Mosel am Deutschen Eck trohnt die Festung Ehrenbreitstein. Schon seit der Bronzezeit sollen dort oben Wehranlagen inkl. ihrer diversen Erbauer und Eroberer residiert haben. Die heutigen Strukturen stammen aus dem anfänglichen 19. Jahrhundert, als die Preußen die Anlage zu einer riesigen Festung  ausbauten, die zu einem noch viel größeren Befestigungsring in Koblenz gehörte. Heute ist die Festung Ehrenbreitstein Sitz des Landesmuseums  und  Kulisse für zahlreiche Kulturveranstaltungen. Neben 4 verschiedenen Ausstellungshäusern könnt Ihr dort oben die Festungsanlage  erkunden und durch Gräben, Tore, Tunnel und dicke Mauern wandeln. Absolutes Highlight ist der Blick von der Aussichtsterrasse auf Koblenz hinunter.

Auf die Festung gelangt ihr am einfachsten mit der Seilbahn. Eine Hin- und Rückfahrkarte kostet für einen Erwachsenen 14,90 Euro (Stand Januar 2024). Die aktuellen Öffnungszeiten und anstehenden Events findet hier unter https://www.tor-zum-welterbe.de/festung-ehrenbreitstein

4. Das Beste Eis in der Stadt Essen

Kleiner Transparenzhinweis vorab: Ich bin für die Kommunikation von eGeLoSIa verantwortlich. Wer mag, kann mir also eine gewisse Voreingenommenheit unterstellen. Wobei die lange Schlange, die sich an Sommertagen vor dem Laden mitten in der Koblenzer Altstadt bildet, für sich spricht. Unser Eis schmeckt einfach herrlich frisch und nach dem, was drin ist:  Beste Zutaten und ganz viel Leidenschaft. Es ist selbstgemacht und kommt ohne vorgefertigte Pasten oder Zusatzstoffe aus. Ihr könnt unseren Eismachern gerne bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die große Fensterfront an unserem gläsernen Eislabor bietet interessante Einblicke. Welche Eissorten-Kombis ich euch empfehle? 

Gelato Caldo Eierlikör (Mousse-Eis) + Kaffee

Weiße Praline + Sauerkirsche

Rocher + Nuss oder Grobe Nuss

Pistazie + Panna Cotta Karamell

 

Viel Spaß beim Probieren!

 

eGeLoSia / Braugasse 6 / www.egelosia.de

5. Shoppen in der Koblenzer Altstadt

Außergewöhnliche italienische Mode, handgefertigter Schmuck, tolle Koblenz-Mitbringsel, Antiquitäten, handgemachte Schokolade, in Koblenz gerösteter Kaffee, Koblenzer Karamell - die Liste an Einkaufsmöglichkeiten jenseits des üblichen Shopping-Center-Standards ist in Koblenz größer als man denken mag. Wenn ihr Lust auf einen Bummel durch kleine Läden und  Boutiquen habt, dann solltet ihr einen Streifzug durch die Koblenzer Altstadt einplanen.  Am Plan, Jesuitenplatz, An der Liebfrauenkirche, im Entenpfuhl und in der Firmungsstraße wird euer Shoppingherz höher schlagen.

6. Mit der Fähre nach Ehrenbreitstein Übersetzen

Von Ostern bis Ende Oktober bringt euch eine kleine Fähre vom Koblenzer Konrad-Adenauer-Ufer (Nähe Pegelhaus) auf die andere Rheinseite nach Ehrenbreitstein. Das Koblenzer Stadtviertel ist ein echter Geheimtipp. Es liegt etwas im Schatten der mächtigen Festung Ehrenbreitstein. Dabei hat sich Ehrenbreitstein in den letzten Jahren von einem häßlichen Entlein zu einem echten Schwan entwickelt.

Im 17. Jahrhundert war der Ort noch kurtrierische Residenzstadt samt der imposanten Philippsburg. Schick waren damals die Häuser und Gassen in Ehrenbreitstein. Nachdem Koblenz 1794 von den Franzosen erobert, die Festung und die Phillipsburg schwer beschädigt worden waren, ging es bergab mit dem Ort. Neben ständigen Rhein-Hochwassern spielten auch der Bau einer Bundesstraße mitten durch die Gassen eine große Rolle. Heute erstrahlt Ehrenbreitstein teils wieder im renovierten Glanze. Eine Schutzmauer hält das Hochwasser aus den Straßen fern und die Bundesstraße wurde über die Häuser geführt. Ein Spaziergang durch Ehrenbreitstein fühlt sich wie eine kleine Zeitreise an. Eine Kunstszene und viele Kreative haben sich angesiedelt. Mittwochs findet ein wunderbarer Abendmarkt von 16 - 19 Uhr statt. Im Sommer empfehle ich euch einen Abstecher direkt an den Rhein zum Hotel Diehl. Im Sonnenuntergang könnt ihr hier in der Cuvée-Lounge mit Blick auf die Koblenzer Skyline den Abend genießen.

7. Im Koblenzer SchlossGarten Wandeln

Der Garten des Koblenzer Schlosses. Hinter der Mauer und der Vater Rhein/Mutter Mosel Statue fließt der Rhein.
Der Garten des Koblenzer Schlosses. Hinter der Mauer und der Vater Rhein/Mutter Mosel Statue fließt der Rhein.

Im Jahr 2011 fand die Bundesgartenschau in Koblenz statt. Noch heute profitiert meine Heimatstadt in Form von Besucherzahlen und wundervoll angelegten öffentlichen Grünflächen von diesem Ereignis. Damals war man auf die geniale Idee gekommen, die BUGA über die ganze Stadt zu verteilen. Zu diesen Orten gehörte auch der bis dahin recht lieblos gestaltete Garten vom Koblenzer Schloss. Ihr erreicht den Garten, wenn ihr ab dem Deutschen Eck einfach den Rhein entlang spaziert. Besonders sehenswert ist die Anlage, wenn die Rosen oder Rhododendren (sensationell) blühen. Ich liebe hier die ruhige Atmosphäre und setze mich gerne auf eine der Bänke, um zu lesen. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass die Gastronomie in dieser wunderbaren Gegend von Koblenz wunderbarer sein könnte.

8. Auf einem der AltstadtPlätze sitzen

Die Kaffeewirtschaft auf dem Münzplatz
Die Kaffeewirtschaft auf dem Münzplatz

Der Münzplatz, der Josef-Görres-Platz, der  Jesuitenplatz  und Am Plan - das sind unsere Altstadtplätze, auf denen wir nicht nur unseren Weihnachtsmarkt oder unsere Stadtfeste feiern. Hier findet vor allem im Sommer unser kulinarisches Leben statt. Vom Frühstück bis zum  Abendessen sitzen wir auf unseren Plätzen, genießen und gucken. Da der Jesuitenplatz in meinem Frühstücks-Blog-Artikel sehr oft vorkommt, möchte ich euch an dieser Stelle einen Abstecher an den Münzplatz ans Herz legen. Hier gibt es die Kaffeewirtschaft, ein sehr französisch angehauchtes Lokal mit tollen Außenplätzen. In der Osteria Novecento könnt  ihr drinnen wie draußen sehr lecker italienisch essen. Und das M13 wird allen Burger Fans gefallen. Guten Appetit!

9. Den Festival-Sommer in Koblenz erleben

Koblenz ist sicherlich keine Kulturmetropole. Im Sommer ist bei uns an Rhein und Mosel allerdings einiges los. (Fast) jedes Wochenende gibt es entweder eine Veranstaltung rund ums Deutsche Eck oder auf der Festung oder auf allen Altstadtplätzen der Stadt. Wie zum Beispiel das Weinfestival mit diversen Veranstaltungen ab Mai, die Bierbörse im Juni, Historienspiele mit alten Römern und Rittern auf der Festung Ehrenbreitstein Anfang Mai, das Altstadtfest im Juli, Rhein in Flammen im August und so weiter und so weiter. Den gesamten Überblick über die geplanten Veranstaltungen bekommt ihr aktuell unter https://www.visit-koblenz.de/events und bald auch hier bei mir.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß in meiner Heimatstadt. Mehr Tipps rund um Koblenz findet ihr hier:

Mehr aus Koblenz