Kühlen Kopf bewahren - Mit Hitze-Tips aus Rom

Hitzig waren in Rom in den letzten Wochen höchstens die Debatten rund um die Bürgermeister-Wahl. Was die Temperaturen anging zeigte sich die Ewige Stadt in diesem Jahr bisher von der moderaten Seite. Nun ist aber Schluss mit dem ewigen Lamentieren der Sonnenanbeter! Der Sommer ist da und mit ihm die altbekannte römische Hitze! Drei Tipps wie man in Rom bei über 35 Grad einen kühlen Kopf bewahrt, habe ich dafür heute im Angebot. Einfach auf den Button mehr lesen drücken!

Über 10 weitere Dinge, die man im Sommer in Rom tun sollte, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten, habe ich übrigens im "Fettnäpfchenführer Rom" geschrieben. Wer also noch mehr Abkühlung braucht, kann das Buch auf amazon oder direkt beim conbook-Verlag bestellen. 

Tip 1 - Der Innenhof von Santi Cosma e Damiano

Ab 11 Uhr brennt die Sonne erbarmungslos auf alle Rombesucher nieder, die sich über die Via Fori Imperiali vom Kolosseum in Richtung Piazza Venezia kämpfen. Oder umgekehrt. Egal wie rum, die schattenlose Hitze ist kaum auszuhalten. Wer auf dem Weg eine Sonnen- Pause einlegen möchte, dem empfehle ich einen Abstecher auf halber Strecke in die Kirche Santi Cosma e Damiano. Der Eingang ist schmal und leicht zu übersehen. Aber es lohnt sich die Augen offen zu halten, denn in dem kleinen und reizenden Atrium der Kirche erwartet den erhitzten Touristen ein wenig Kühle und Ruhe. Während sich draußen die Massen drängeln, plantschen hier Goldfische in einem Brunnen. Verpassen sollte man auch nicht die das beeindruckende Apsismosaik im Inneren der Kirche sowie die Krippenlandschaft, die auch außerhalb der Weihnachtszeit zu bestaunen ist. 

Tip 2 - Sich auf der Tiberinsel den Wind um die Nase wehen lassen

Wie man unschwer am kargen Blattbestand der Bäume auf dem Foto erkennen kann, habe ich die Aufnahme nicht im Sommer geschossen. Ihre Aufmerksamkeit sollte weniger der Jahreszeit sondern mehr der aufgewühlten Stelle im Tiber gelten. Denn genau dort rauscht das Wasser auch im Sommer und produziert einen der seltenen Windhauche in der aufgeheizten Stadt. Wie gut trifft es sich da, dass sich die Spitze der Tiberinsel ab Juni in eine Freiluftbar mit Tischen und Stühlen verwandelt. Wenn man am Abend einen Platz in der Nähe der Stromschnelle ergattert, dann spürt man ihn diesen erfrischenden Hauch. Wer dabei noch einem beschlagenen Weißweinglas nippt, für den ist der hitzige Tag in Rom und alle damit verbundenen Strapazen schnell vergessen. 

Tip 3 - Sich mit einer Grattachecca abkühlen

Noch nie etwas von dieser eiskalten Köstlichkeit gehört? Der Name leitet sich von grattare la checca ab. Was nicht wirklich appetitlich klingt, aber nichts anderes bedeutet, als einen Eisblock zu schaben. Das geschabte Eis wir mit Sirup geschmacklich zum Leben erweckt. Die Auswahl ist hier schier grenzenlos: Von Minze über Amarena bis hin zu Mandelsahne. On top kommen Kokos- und Zitronenstücke oder Waldbeeren. Für jede Geschmacksknospe ist hier die richtige Kombination dabei. Die beste Grattachecca gibt es bei Sora Maria in der Via Trionfale Ecke Via Bernardino Telesio im Stadtviertel Prati. Noch spät in der Nacht bilden sich lange Schlangen vor der kleinen Verkaufsbude. Sora Maria öffnet ab 16 Uhr die Pforten ihres Kiosk.