Ab auf die Schreibmaschine...

Immer wenn ich genug von dem römischen Trubel habe, zieht es mich nach oben. Dann steige ich auf den Pincio, Gianicolo, Aventin oder auf die "Schreibmaschine", wie die Römer dispektierlich Ihr Monumento Nazionale nennen. Ich mag Rom von oben. So ein Weitblick verschafft einem ganz neue Eindrücke und eine kleine Pause von dem Geräuschpegel, der in den unteren Gefilden Roms herrscht. Von der Piazza Venezia aus steigt man die Treppen zum Piazza del Campidoglio hinauf, wo einen das Reiterstandbild des Marc Aurel erwartet. In den Gebäuden rechts und links befindet sich die Musei Capitolini. Der  Senatorenpalast - das Gebäude am Kopf des Kapitolplatzes - beherbergt das römische Rathaus.

Dann geht es weiter links vorbei am Senatorenpalast. Man gelangt zu einer kleine Aussichtsplattform, von der man erste Blicke auf das Forum Romanum und die Via dei Fori Imperiali werfen kann.

Links führt eine Treppe weiter nach oben. Einfach hochsteigen auch wenn die geöffneten Gitter nicht sonderlich einladend wirken. Nach rechts, dann nach links, ein wenig geradeaus und man erreicht das Café der Aussichtsterrasse.

Von hier aus fällt einem sofort das eingerüstete Kolosseum ins Auge. Wer mag, kann mit dem Aufzug ganz hoch hinaus. Claustrophobiker wie ich, gehen einfach auf die andere Seite der Terasse und genießen angstfrei den Blick über die Stadt.

Über einen unscheinbaren Eingang gelangt man ins Innere des Vittorianos. Über die Treppen gelangt man ins Freie auf die Vorderseite des Denkmals. Dort wo zwei Soldaten Tag und Nacht am Altare della Patria die Ewige Flamme bewachen.

Einem zu Füssen liegt die Piazza Venezia, an deren Ende die Via del Corso beginnt. Folgt man ihr trifft man auf viele Einkaufsmöglichkeiten und am Ende auf die Piazza del Popolo. Nach der kleinen Atempause auf der Schreibmaschine ist es wieder Zeit sich ins römische Leben zu stürzen.